Mittwoch, 19. April 2017

9,5 Thesen


Die Zeiten werden immer irrer und mir fallen noch nicht einmal 9,5 Thesen dazu ein, wo doch andere Wortesheroen doch gleich ganze Türen mit ihrem Sprachauswurf vollnagelten…

DAS wollen wir doch ersteinmal sehen! Fangen wir mal an:

Da wird derzeit ein vor fünfhundert Jahren lebender, kleiner, dicker, im ganzen unscheinbarer Mönch für etwas gefeiert, was er gar nicht wollte. Eine Reform seiner Kirche „an Haupt und Gliedern“ wollte er, heraus kam eine gewaltige und gewaltätige Spaltung nicht nur der Kirche, sondern der ganzen Gesellschaft, ja des ganzen Kontinents, auf dem der kleine Mann aus dem heiligen römischen Reich der tumben Nation, herumscribierte. Die Legende von den Thesen an der Kirchentür ist wohl vor allem eines: eine Legende eben, eine für die tumbe Nation, die bis heute keine ist, sondern immer nur Volk blieb. Kann ja sein, daß man uns weiß machen will, daß er als erster Mensch dieses große Legendenbuch mit Geschichten für jeden Geschmack und jeden Zweck in die deutsche Sprache übersetzt habe, aber wer weiß schon etwas von anderen Autoren oder Ausgaben? Da gibt es die Bibel des Johannes Mentelin, gedruckt 1466 in Straßburg. Oder die des Heinrich Eggestein, ebenfalls vor 1470 in Straßburg gedruckt. Oder die Bibeln von Günther Zainer von 1475 aus Augsburg, oder die von Pflanzmann, Zainer und Sorg, ebenfalls alle aus Augsburg? Erwähnt werden müssen natürlich auch die Kölner Bibeln (1478/79) und die Lübecker Bibel von 1494, neben diesen gab es aber auch noch eine ganze Reihe von weiteren Bibeln aus Augsburg, Nürnberg und auch aus Halberstadt. Insgesamt sind es daher also wenigstens 18 gedruckte Bibelübersetzungen vor dem Herrn Luther.
Was aber auffällt, ist die Tatsache, daß es oftmals Drucker waren, die diese neuen, deutschen Versionen des Buches der Bücher herausbrachten. Also keine Theologen. Und das kann ja mal gar nicht angehen. Menschen aus der „normalen“ Gesellschaft. Unmöglich. Ganz und gar. Das schreit ja geradezu nach einer autorisierten Version, von oben in Auftrag gegeben und unters Volk gebracht von natürlich studiert habenden Theologen also. War der dicke Martin nur ein Auftragsschreiber, Ghostwriter sozusagen? Man muss es fast für möglich halten. Die Reinheit der Lehre, welcher auch immer, ist zu wichtig. Immer.

In diesem Jahr wird also mit größtmöglichem Trara hinausposaunt, welche kulturelle Großtat dieser „Doctor“ als Erster vollbracht habe, wie gesehen entgegengesetzt zur Wirklichkeit. Auch mag man ja wohl die Frage stellen, ob es wirklich eine so sehr erwähnenswerte und herauszustellende Tat ist, diese nahöstliche Textsammlung übersetzt zu haben.
Aber lassen wir es gut sein. Viel wichtiger ist, was sonst noch so passierte. Im Nachhinein. Damals. Als Folge von Herrn Luthers Großtat. Eins vor allem: man griff die Gelegenheit beim Schopfe, als Landesherr natürlich nur, um sein noch so kleines Territoriumchen gegen Kaiser und Papst wenigstens ein bisschen souveräner wirken zu lassen. Das war doch wirklich etwas Großes. Als Tat!
Nebenbei konnte man dann seine vongottesgnaden Untertanen noch besser kujonieren, natürlich nicht nur der Religion wegen -wegen der man sich ja später noch des öfteren auf dem Felde der Ehre die Köpfe einschlagen sollte-, was man ja selber sehr viel besser konnte und lieber selber zu machen sich gerne entschloss, als der jeweilige örtliche „römische“ Statthalter. Und Aufstände, gar von niederem Volk, Bauern gar, wollte man natürlich auch nicht, da half dann auch der Doctor Martin gerne mit passendem Wortgeschwalle zur natürlich gottgefälligen Begründung des Menschenschlachtens aus.
Was soll man also sonst noch so sagen. Zu dem wirklichen tollen (sic!) Lutherjahr? Daß man sich ja hier wohl nur selber feiert! Seine Macht und seine Pfründe, vor allem letztere, denn die sind ja den Herren und Damen auf den Kanzeln das Wichtigste. Oder wie sagte es mal vor ein paar Jahren ein studierter Wortverdreher aus der badenwürttembergischen Kirchenobrigkeit im Fernsehen: „Das steht uns zu!“. Die Pfründe natürlich und der Zehnte, der natürlich auch! Immerdar. Natürlich völlig grundlos. Und mit nichts begründbar. Warum auch? Steht ihnen ja zu. Denn wenn die es sagen, dann muss ja so sein und nicht irgendwie anders. Das ginge ja gar nicht. Vor allem nicht in Tumbland.


Und was passierte sonst noch so im Lande?

Da gibt es in Berlin, jaja auch in Brandenburg, so eine Sendeanstalt namens rbb, die sich oft, ja täglich mit frommen Bibelfunk hervortut, und zwar u.a. auf seinem Sender radioberlin 88,8. Neulich kam es am 1. April 2017 besonders schlimmschön aus dem Lautsprecher:

Erzbischof Dr. Koch:
Am 13. Mai 1917, die Welt befindet sich seit drei Jahren in einem erbarmungslosen Krieg, sehen drei Kinder am Himmel eine Frau, die sie als „schöner und heller als die Sonne“ bezeichnen. Die Frau stellt sich ihnen als „Unsere Liebe Frau vom Rosenkranz“ vor, als die Gottesmutter Maria und spricht von Buße, Umkehr und vom Frieden.
Der kleine Ort, an dem sich das ereignet hat, liegt am westlichsten Ende Europas und heißt Fatima. Die katholische Kirche hat das, was die Kinder gesehen haben, als eine Marienerscheinung anerkannt, Fatima ist heute einer der größten Wallfahrtsorte, nicht nur der Christenheit. Millionen Menschen pilgern dorthin, um für ihre persönlichen Anliegen, aber auch für den Frieden in der Welt zu beten.
Gleichzeitig sind Marienerscheinungen auch für manchen Katholiken nicht so besonders „angesagt“. Manche halten solche Erscheinungen auch für völlig unmöglich – allenfalls für Halluzinationen. Aber: wer sagt denn, dass es nicht mehr geben kann, als den fassbaren und erforschbaren Kosmos? Wäre es nicht ein Zeichen redlicher Bescheidenheit, zuzugeben, dass die Grenzen unserer Erkenntnis nichts darüber aussagen, ob es nicht doch mehr gibt, als wir uns vorstellen können? Dass es eine göttliche Welt geben kann, in der wir vielleicht nur ein kleiner Teil sind?
Die Kinder von Fatima sehen tiefer und weiter, weil ihnen von Gott mehr gezeigt wurde. Wieso soll das unmöglich sein? Zudem sind die Gebetsanliegen in Fatima weiterhin sehr aktuell: Umkehr und Frieden hat die Welt nach wie vor dringend nötig.
Dafür müssen wir allerdings nicht nach Fatima fahren. Denn anlässlich des 100. Jubiläums der Erscheinungen kommt eine Abbildung der Muttergottes von Fatima zu uns nach Berlin, heute Nachmittag macht sie Station in Spandau. Und dort werde ich im Geist von Fatima – hoffentlich mit vielen anderen Christen – für den Frieden beten, in der Welt, in unserem Land, in unserer Stadt, aber auch in unseren Beziehungen und Familien.
Für mich wird an Fatima deutlich, dass Himmel und Erde zusammengehören, die Erscheinung am Himmel hat nur eine Bedeutung, wenn sie auch eine verändernde Wirkung auf uns hat, sonst wäre es sinnlose Zauberei.“
Hier ist also schön zu sehen, daß die Menschheit für dumm, nein für saudumm verkauft werden soll. Heute noch. Nach all der Aufklärung und den Jahrhunderten des Kampfes gegen die Kirchen, fällt denen immer noch nichts Neues ein! Wie schreibt doch der Herr Bischof so schön: „Die Kinder von Fatima sehen tiefer und weiter… -und weiter noch- ...zuzugeben, dass die Grenzen unserer Erkenntnis nichts zu sagen, ob es nicht doch mehr gibt, als wir uns vorstellen können… -oder noch mehr- ...die Erscheinung am Himmel hat nur eine Bedeutung, wenn sie auch eine verändernde Wirkung auf uns hat, sonst wäre es sinnlose Zauberei...“
Also ersteinmal Herr Koch: Die Erkenntnis über Grenzen der Erkenntnis zum Anlass zu nehmen, die Religion als Erkenntnisersatz zu nehmen, ist zu einfach, ja unehrlich und feige, denn warum sollte man die Grenzen der Erkenntnis nicht nach vorne verschieben? Es ist ganz anders Herr Koch. Sie, wie alle ihrer Zunft seit allen Zeiten, wollen bestimmen, wo der Mensch aufhören soll, die Grenzen der Erkenntnis zu überschreiten! Wie immer, Herr Koch! So billig, ja saubillig und so leicht zu durchschauen! Ihr Text ist weder Zauberei, noch sonst irgendwas, sondern nur leeres Wortgeklingel, was anderes war ja auch nicht zu erwarten. Man kennt euch Täter ja schon länger, nicht wahr?


Und das Ganze wurde natürlich vom tumben deutschen Rundfunkbeitragszahler möglich gemacht. Zwangsweise natürlich.


Und wo wurde noch zur Menschheitsentwicklung beigetragen? Na, wer kommt drauf? Keiner? Na, wo denn wohl? In Amerika natürlich, in den Vereinigten Staaten besser gesagt! Nein, nicht der Donald. Das wäre ja zu einfach und nicht komisch genug!

Die Geschichte geht nämlich so:

Dass man dort drüben in Amerika sich selbst für sehr gottesfürchtig hält, ist ja allgemein bekannt. Nun hat aber diese besondere, amerikanische Gläubigkeit eine neue Steigerung erhalten, die nicht unerwähnt bleiben sollte. In einer Gemeinde in Indianapolis ist man seit neuestem der Meinung, daß ein gewisser Mr. Trump Gottes Plan und Werk in die Tat umsetze. Die Gläubigen dort meinen doch tatsächlich, Trump sei ein neuer Perserkönig Kyros, der Babylon eroberte und die Juden dort befreit haben soll, und das obwohl der König ein Heide war. So bekommt dieser Donald auch noch höchste, ja göttliche Weihen.
Man fasst es nicht.

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Freitag, 2. Dezember 2016

Die Religion des Friedens?

Die Religion des Friedens


Wie allseits bekannt bezeichnet sich der "Islam" selbst als "Religion des Friedens"! Wer sich selbst so nennt, und wer unter diesem Namen auftritt und handelt, der muss sich, wie immer im Leben, an seinen Taten messen lassen.

Bekanntlich führt Saudi-Arabien, auf das modernste hochgerüsteter Verbündeter der USA und des ganzen Westens, Krieg gegen und im Jemen. Gleiches tut der Iran. Beides Länder mit Regierungen, die auf ihre, konträre, besonders konservative Auslegung und Praxis des "Islam" größten Wert legen. 
Welche Folgen diese Kriegsführung für den Jemen und seine Menschen hat, zeigt heute eindringlich ein Artikel auf SPIEGEL-Online. Bei diesem Krieg geht es gar nicht so sehr mehr darum, wer in letztlich in Jemen regiert. Klar darum geht es natürlich auch, aber dahinter steht der Konflikt zwischen Riad und Teheran um die Vorherrschaft am und um den Persischen Golf, auch Arabischer Golf genannt. Somit handelt es sich "nur" um einen Stellvertreterkrieg, dessen blutigen und zerstörerischen Folgen die Menschen zu ertragen haben. Und warum? Weil sich beide Seiten lieber auf Kosten anderer Länder bekriegen, als selbst Krieg gegeneinander zu führen. Wahr ist natürlich auch, dass eine direkte Konfrontation zwischen Riad und Teheran weit verheerendere Folgen haben dürfte und mit großer Wahrscheinlichkeit in eine größere, globale Auseinandersetzung münden könnte. Riad hat Washington im Rücken -dort jetzt demnächst mit einem ausgewiesenen Iran-Gegner und EX-4-Sterne-General als "Verteidigungsminister"- und hinter Teheran steht mal mehr, mal weniger Moskau. 

Zur Veranschaulichung dieses Krieges, von dem keiner spricht, ein paar Bilder:
 Am Rande von Taizz liefern sich Huthi-Milizen und Regierungstruppen heftige...
 Kinder sind am stärksten von der humanitären Katastrophe betroffen: Mehrere...
Das Kinderhilfswerk Unicef spricht von einer "verlorenen Generation". Besonders...




Das ist das Bild, das unser Verbündeter mit seiner "Religion des Friedens" abgibt!
Wie oft hört und liest man davon? Nicht der Rede wert. Wer kümmert sich schon um Jemen?

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Freitag, 3. Juni 2016

Saudis

Merkwürdigkeiten von der "Terrorfront"...
                                    Zwei Meldungen, die aufhorchen lassen


Gestern ergötzte uns die Medienlandschaft mit der ganz und gar furchterregenden "Neuigkeit",  dass die deutschen Ermittlungsbehörden einen Terroranschlag in Deutschland, und zwar in Düsseldorf am Rhein verhindert hätten.
Aufgrund eines Geständnisses eines mutmaßlichen Mitgliedes einer "Terrorzelle" konnten die Behörden zuschlagen. Der Terroranschlag soll von der Führungsebene der Terromiliz "Islamischer Staat" in Auftrag gegeben worden sein. Der jetzt bekannt gewordene "Kopf" der Terrorgruppe soll sich den französischen Behörden in Paris gestellt haben und dort ausgesagt haben, wobei er dann auch die Namen der Komplizen nannte. "Wohnhaft" soll der 25jährige "Saheh A." übrigens in einer Flüchtlingsunterkunft im niederrheinischen Kaarst gewesen sein. Warum er für seine Aussage jedoch in die französiche Hauptstadt fuhr, ist völlig rätselhaft. Was steckt denn nun dahinter? Dazu möchte man doch gerne mehr wissen.

Die zweite "Neuigkeit", die soeben das Licht der Welt erblickte, ist folgendes aus der "Frankfurter Rundschau". Dort ist heute zu lesen: Die Saudis sollen "9/11" finanziert haben. 
Dabei geht es um den Inhalt eines Untersuchungsberichts des US-Repräsentantenhauses und des US-Senats aus dem Jahr 2002. Bob Graham, Mitglied der US-Demokraten,  war zu der Zeit der Vorsitzende des Geheimdienstausschusses und hatte uneingeschränkten Einblick in die Dokumente. In der veröffentlichten Version des Abschlussberichts gibt es einen geschwärzten Abschnitt, der 28 Seiten umfasst. Nach Grahams Angaben enthält  das vom damaligen Präsidenten George W. Bush als geheim eingestufte Kapitel aber brisante Informationen über die Unterstützer des Anschlages.
„Ich bin zur Geheimhaltung verpflichtet und darf nicht über Details sprechen“, stellte Graham gegenüber der Sendung „Monitor“ vom WDR klar, „aber ich kann sagen, dass sich die 28 Seiten vor allem um die Frage drehen, wer 9/11 finanzierte, und dass sie sehr stark in Richtung Saudi-Arabien verweisen.“
In der Version des Berichts, den die US-Regierung veröffentlicht hat,  hätten die 19 Flugzeugentführer autonom gehandelt. Doch das ist falsch, behauptet Graham: „Ich glaube, es gab eine systematische Unterstützung für die Leute. Sie sprachen nicht sehr gut Englisch, die meisten lebten nie zuvor in den USA, sie waren nicht sehr gebildet.“
Eingebunden in die systematische Unterstützung soll nach Grahams Aussagen auch die saudische Regierung, das saudische Ministerium für Islamfragen, sollen saudische Wohltätigkeitsorganisationen gewesen sein. Darüber hinaus gehe laut Graham es auch um „Diplomaten, sowohl im saudischen Konsulat in Los Angeles, als auch an der Botschaft in Washington, und weitere saudische Staatsbürger, die auf die eine oder andere Weise an der Finanzierung der 9/11-Attentäter beteiligt

Da bleibt doch mehr als eine Frage offen. So z.B. diese hier: Was wird uns eigentlich täglich erzählt, oder besser gesagt, was wird uns alles nicht erzählt, jeden Tag?

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Samstag, 23. April 2016

Türken-Diktator

Erdogan will Europa beherrschen
            und Merkel und ihre Kumpanen kuschen

Nicht dass Merkel zu Besuch beim Türken-Diktator nach Ankara reist ist die Meldung, die die Lage beleuchtet, in die wir Europäer uns selber gebracht haben. Nein, viel erhellender ist die Nachricht, die sich hier findet: Erdogan will mit aller Macht auch in der Welt der Kunst, hier im Bereich der Musik, bestimmen, was erlaubt ist und aufgeführt werden darf.

Der türkische EU-Botschafter verlangte in Brüssel, dass die Europäische Union die finanzielle Förderung für die internationale Produktion des Konzertprojekts "Aghet" der Dresdner Sinfoniker zum Genozid an den Armeniern vor 100 Jahren, sagte Intendant Markus Rindt am Samstag in Dresden. 
 
Wie dieses Beispiel in aller Deutlichkeit zeigt, schreckt die Regierung des Despoten aus Ankara nicht davor zurück, in allen Bereichen der Öffentlichkeit Europas zur bestimmenden Kraft zu werden. Das hat diese Herrscherfigur schon in der Vergangenheit öfters versucht, wir erinnern uns. 
 
Nur: In der aktuellen Situation, in die uns die kurzsichtige Politik von Frau Merkel gebracht hat, ist das besonders auffällig und schmerzhaft. Eine Kanzlerin, die offen zeigt, dass sie für die international Bühne nicht geeignet ist, macht einen Fehler nach dem anderen.

Der Grundfehler aber ist aber über allen anderen, die sich aufzählen ließen, daß es für die Regierenden in Politik, Wirtschaft und Medien offenbar zur heiligen Staatsräson Deutschlands gehört, in allen Fällen und immer den USA und ihrer Politik zu folgen. Die USA haben den Nahen Osten in mehr als den letzten 25 Jahren mit einem Krieg nach dem anderen überzogen und zuvor dafür gesorgt, daß z.B. der Krieg zwischen Irak und Iran grausame und blutige 8 Jahre andauern konnte, inklusive Waffenlieferungen und Geheimdienstunterstützung für den damals sich noch in Gnade befindenden Saddam Hussein! Wäre Europa mit Deutschland an der Spitze den USA nicht schon damals blind gefolgt, sähe die nahöstliche Polit-Landschaft heute sehr wahrscheinlich anders aus.

Erst aus dieser verfaherenen Situation heraus erwächst die momentane Stärke Erdogans, die er auch eiskalt ausnützt. 
 
Und was macht Frau Merkel? Liefert unsere Freiheiten dem islamfaschistischen Diktator aus!
 
Danke auch.

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Freitag, 25. März 2016

Die Lage ist nicht ernst, sondern hoffnungslos

Was derzeit in der internationalen Politik zu beobachten ist, ist nur auf den ersten Blick verwirrend. Bei ruhigem, zweiten Blick auf die Situation werden mehrere Dinge klar. 

Erstens ist die Lage nicht "vom Himmel gefallen", sondern durch die Politik mehrer Staaten verursacht worden. Als Ausgangspunkt ist zunächst der völkerrechtswidrige Krieg der USA gegen den Irak zu nennen. Dadurch wurde nicht nur Saddam Hussein gestürzt, sondern die erklärte Politik der USA war es die staatlichen Strukturen des Irak aufzulösen. Militär, Geheimdienste und Polizei wurden aufgelöst und die Leute nach Hause geschickt. Das dadurch entstandene Machtvakuum haben neue bewaffnete Gruppieren ausgefüllt.
Aber viel wichtiger war bei dieser Entwicklung, dass nicht nur in Irak die Gewichte verschoben wurden. Begünstigt wurde auch die Entwicklung und der Aufstieg zweier neuer Regionalmächte in dieser Weltgegend. Saudi-Arabien und Iran schaukeln sich gegenseitig in ihrer Rivalität hoch, bedrohen einander und ihre Nachbarn. Und werden -nach dem Ende der Sanktionen- von allen Seiten vermehrt mit Waffen beliefert, was für ein Irrsinn!

Statt die Region zu beherrschen, haben die USA längst die Kontrolle verloren. Die "Verbündeten" -allen voran die Türkei und Saudi-Arabien- betreiben nur noch ihre eigene Politik, ohne Rücksicht auf Verluste

Ganz nebenbei wird Europa geschwächt. Was auch ein gewünschter Effekt sein dürfte. "Fuck the EU", ein schönes Motto der us-amerikanischen Diplomatie, nicht wahr?

Und was bedeutet das alles? Europa wird, wenn nicht noch etwas Entscheidendes passiert, untergehen. Und zurück bleibt Verwüstung. Militärisch, politsch, wirtschaftlich, sozial, kulturell und geistig.

Was helfen würde, wäre eine Revolution in Europa und darüber hinaus. Von unten muss die Bewegung und Veränderung kommen. Die Nation Europas kann nur von unten wachsen. Das Europa von oben ist längst ein totes Pferd, das immer noch weiter geritten wird, ohne dass jemand den Zustand des Tieres bemerkt, oder bemerken will.

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Dienstag, 24. November 2015

Ja spinnen die denn alle?

Wie gerade gemeldet wurde, hat das türkische Militär einen russischen Kampfjet abgeschossen, der nach Angaben der türkischen Regierung den Luftraum des Nato-Mitglieds Türkei verletzt haben soll.

Nach Angaben des türkischen Militärs und der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu war der Kampfflieger zuvor ohne Genehmigung in den türkischen Luftraum eingedrungen. Zwei türkische F-16 Jets hätten daraufhin die russische Maschine abgeschossen. Aus den Angaben der türkischen Seite geht hervor, daß  das Kampfflugzeug insgesamt zehn Mal gewarnt worden sei. Insgesamt soll es sich sogar um zwei russische Flugzeuge gehandelt haben. Die russische Maschine soll anschließend auf türkischem Gebiet niedergegangen sein. Die beiden Piloten retteten sich per Fallschirm.
Das Verteidigungsministerium in Moskau erklärte in einer Stellungnahme dagegen, einer russischer Jet sei von einer Boden-Luft-Rakete über Syrien abgeschossen worden. Man könne beweisen, dass die Su-24 den syrischen Luftraum nicht verlassen habe.

Die Türkei unter Erdogan hat sich zu offensichtlich von einem Stabilitätsanker zu einem Risikofaktor in der Region gewandelt, und das wohl mit vollster Absicht. Erdogan ließ und läßt den IS gewähren. Über die Grenze Türkei-Syrien bekam und bekommt der IS nahezu ungehindert Waffen und neue Kämpfer "geliefert". Offenbar sieht Erdogan den IS als Verbündeten in seinem Streben nach Ausbreitung des Islams an. Die Türkei des Herrn Erdogan sieht offenbar hier die Möglichkeit, ihren Einfluss auszudehnen, allerdings auf Kosten der Nachbarstaaten. Ob Erdogan nur von einer Großtürkei träumt oder gar ein neues osmanisches "Reich" anstrebt, mag dahingestellt sein. Sicher aber ist, daß die heutige Türkei ein Faktor der Instabilität und Unruhe in der Region geworden ist, nicht zuletzt auch durch die neu aufgeflammten Kämpfe mit den Kurden, die auch innenpolitisch motiviert sind.
Als Nato-Mitglied zieht die Türkei aber auch noch alle anderen Nato-Mitglieder mit in ihre Provokationen und Konflikte hinein. So vergrößert sich hier jetzt auch wieder die Gefahr einer Konfrontation mit Russland, in deren Schatten die Türkei wohl hofft, ihre Interessen bzw. die Machtphantasien des Herrn Erdogan durchzusetzen.

Da das Ganze auch noch unter den Augen der USA stattfindet, muss schließlich festgehalten werden: Entweder geschieht dies mit Billigung Washingtons, dann ist das schon gefährlich und bedenklich genug, oder es geschieht ohne den Einfluss Amerikas, dann zeigt das nur, dass das Weiße Haus seine Verbündeten nicht mehr kontrollieren kann.

Mittlerweile hat die Nato eine Sondersitzung ihrer Gremien anberaumt.

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Donnerstag, 19. November 2015

Man hält uns wohl für dumm
                       oder will uns für dumm verkaufen


Für die jüngsten Terrorattacken ist nach den neuesten Erkenntnissen unserer fabelhaften "Geheim-Dienste" selbstverständlich der Whistle-Blower Snowden verantwortlich! Das kann ja auch gar nicht anders sein. Schließlich sind die Geheimdienst ja erstens sakrosankt, zweitens allmächtig und drittens allwissend. Diese Allmacht und dieses Allwissen gerade auch der französischen Geheimdienste konnte die grausamen Anschläge trotz der weitestgehenden Befugnisse der Franzosen eben nicht verhindern. Daher muss ein anderer Schuldiger her. Und da bietet sich natürlich der böse Herr Snowden bestens an.

Edward Snowden solle durch seine Preisgabe von geheimen NSA-Interna die "Dienste" so geschwächt haben, dass diese die nachrichtliche Kontrolle über den IS verloren hätten, was ja ganz nebenbei die drängende Frage aufwirft, welcher Art von Kontrolle denn überhaupt gemeint ist. Kontrolle innerhalb der eigenen Familie vielleicht? Das "Kind" der Geheimdienste IS ist aus dem Ruder gelaufen, nun ist die Aufregung groß.

Und was für "Erkenntnisse" diese "Dienste" sonst noch so produzieren: Die IS-Terroristen haben doch einfach den "Service-Provider" gewechselt und sogar noch angefangen zu verschlüsseln. Das ist ja unglaublich, was diese IS-Leuten sich rausnehmen! Die sind ja richtig frech geworden! Verschlüsseln, also das geht ja mal gar nicht! Das müssen die doch wissen.

Echt ey.

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Dienstag, 20. Oktober 2015

Waffen führen zum Krieg, Mr. Obama!

Aus Fehlern kann man lernen. Nur bei der Politik der USA kann man, ja muss man sich fragen, ob neben der Fähigkeit dazu überhaupt der Wille vorhanden ist.

Die neueste Entwicklung, nein die bislang letzte Wendung in der Spirale des Rüstungswahnsinns sind die Pläne für ein neues Rüstungsgeschäft der USA mit, na, wem wohl? Saudi-Arabien!
Nach den neuesten Meldungen soll Saudi-Arabien 4 Kriegsschiffe der sogeannten Trimaran-Bauart im Wert von 11,25 Milliarden Dollar erhalten. Die laut Angaben bis über 45 Knoten schnellen Schiffe sollen "die Sicherheit in der Region erhöhen!"
Über die Lieferung hat jetzt ein Gremium im US-Verteidigungsministerium entschieden. Zwar kann der US-Kongress den Deal noch stoppen, das gilt aber eher als unwahrscheinlich.

Das monarchisch regierte Saudi-Arabien hat schon in den letzten Jahrzehnten große Ambitionen entwickelt, sich zur regionalen Vormacht zu entwickeln. Auch Deutschland beteiligt sich kräftig an den Waffenlieferungen in die Region  und auch nach Saudi-Arabien. Damit bringt sich das Land der Öl-Prinzen in einen Gegensatz vor allem zum Iran, der ebenfalls Anstrengungen in der selben Richtung unternimmt. Zu fragen bleibt allerdings, ob ein weiterer Dreh an der Spirale des Rüstungswettlaufs zur Stabilität und zum Frieden in dieser Weltregion beitragen kann. Sollte dort ein kleiner Funke eines Tages einen großen Krieg entfachen, dann hilft auch Amerikas angebliche Militärvormacht nicht, diesen Flächenbrand zu löschen. 
Betrachtet man außerdem noch die Erfolge des sogenannten "Islamischen Staates", so fragt man sich ernsthaft, welcher grandiose Strategieberater den Saudis eingeredet hat, daß Kriegsschiffe gegen die brutal-erbarmungslosen Wüstenkrieger helfen sollen. 

Man fasst sich an den Kopf, damit er vor lauter Schütteln nicht zu Boden fällt...

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Montag, 21. September 2015

Nur Säbelrasseln oder "Krieg in Sicht"?

Was soll man nur davon halten. Deutschland läßt über den baltischen Staaten seine "Eurofighter" mit voller Kriegsbewaffnung patroullieren und Moskau will in Weißrussland einen Luftwaffenstützpunkt errichten.

Das kann man ja kaum verantwortliche Politik nennen, wenn denn überhaupt "Politik"! Im Syrienkonflikt beginnt man wieder langsam miteinander zu reden, und in Osteuropa zeigt man einander die Zähne. Wie soll das zusammen passen?
Die Nato hat sich unter amerikanischer Führung -entgegen alter Zusagen- bis an die Grenzen Russlands ausgedehnt, und tut so, als ob Russland darauf nicht reagieren dürfe. Das ist doch immer noch die Denkungsart des Kalten Krieges, ja eigentlich das Denken des Neunzehnten Jahrhunderts, das alte Spiel um Einflusszonen und Macht. Konfrontation statt Kooperation herrscht vor und bestimmt das Handeln. Insofern hat sich nichts Wesentliches geändert.
Was genau sich sowohl rund um die Ukraine und vor allem im Nahen Osten zusammenbraut, wissen wohl nicht einmal die Götter, sprich die Geheimdienste des Oval Office. In Amerika ist ja wohl eher der Meinung mit "fuck the EU" die richtige Haltung und Vorgehensweise gefunden zu haben. Man macht sein altes Machtspiel mit den großen der Welt und gibt keinen Pfifferling auf die Interessen des kleinen und mittleren "Mächte" dieser Welt. Die Folgen von Amerikas unverantwortlichen Kriegen werden Anderen aufgebürdet, was kümmert es den Redneck in der US-Provinz, was Europa will.
Ja, was will Europa nur?
Sich auseinanderdividieren lassen? Sich vor den Karren Amerikas spannen lassen? Nein, die Position haben wir schon. Europa, vor allem Deutschland, darf die finanziellen, humanitären und gesellschaftlichen Folgen der amerikanischen Politik ausbaden und macht dann auch noch mit bei der Provokation Russlands, wo doch jeder weiß, daß es ohne Russland nicht gehen kann. Man braucht Russland in Europa, also die Europäer brauchen es, und man braucht Russland im Nahen Osten.
Und was macht die Merkel-Regierung? Sie läßt deutsche Kampfflugzeuge in voller Kriegsbewaffnung über dem Baltikum fliegen, weil wir ja NATO-Mitglied sind, und unbedingt die Interessen Amerikas verteidigen müssen.

Alles andere wäre ja "amerikafeindlich"!

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Mittwoch, 16. September 2015

Amerika, wir danken dir!

Amerika, hab Dank für deine weise und friedliche Politik der letzten Jahrzehnte, vor allem der letzten zehn bis fünfzehn Jahre und zwar insbesondere im Nahen Osten. 
Amerika, dank deiner vorausschauenden und von abgrundtiefster Kenntnis der Verhältnisse vor Ort gekennzeichneten Politik mit ihren mehr als friedenbringenden Militäreinsätzen brachen reihenweise Staaten -sicherlich mit zweifelhaften Herrschern- zusammen und Millionen Menschen wurden in die Flucht schlagen und strömen zuhauf nach Europa! 
Du, Amerika, bist ja weit weg von all dem Chaos und von der Zerstörung, die du beinahe überall auf der Welt anrichtest. Zwei große Meere, ja Ozeane trennen dich, du Glückliche, von all dem Leid dieser Welt. Was sollst du dich auch kümmern? Dein Hauptziel all deiner Politik, das billige Öl, hast du großartig erreicht. Das Öl fließt und allein das ist dir wichtig. 
Was schert dich auch Europa? Die dämlichen, kleingeistigen Nationalkrakeeler merken ja gar nicht, wie sie von dir vorgeführt und auseinanderdividiert werden! Du schwächst ganz nebenbei den alten Kontinent, der, stünde er zusammen, für dich ein Konkurrent sein könnte. Stattdessen schaffst du es auf das Leichteste, diese Europäer auch noch gegen Russland in Stellung zu bringen, in dem du deine Nato-Finger bis an die Grenzen von Russland ausstreckst. Was kümmert dich auch ein so zerstrittener Kontinent? "Fuck the EU", sagte doch eine deiner ach so gebildeten Diplomatinnen, daß man vor soviel unverhohlen undiplomatischer Ehrlichkeit, die das eigene Denken doch so glänzend widerspiegelt den Hut ziehen muss! 
Wir wissen also jetzt, oder könnten es wissen -wenn wir es denn wissen wollten-, was für ein "Spiel" gespielt wird. Nicht viel anders ist das Spiel als die Zeit vor dem 1. August 1914. All denken an ihren schnellen Vorteil, niemand überblickt das "Spielfeld" und keiner versetzt sich in die Denkweise und die Lage der Anderen, vor allem du nicht, Amerika! Denn du meinst ja, du seist unangreifbar. Aber wie sang schon ein deiner berühmtesten Söhne: "The times they are a changin..." 
Also wehe, wenn der Wind sich dreht! Und das kann gerade im Nahen Osten schneller geschehen als einem lieb sein kann. Dort rechnen viele damit, dass das dortige Pulverfass, an dem viele Lunten brennen, explodieren kann, denn es gibt zu viele Gegner und zu viele widerstreitende Interessen und zu viele Waffen in dieser Weltregion, als dass du, Amerika, sie in Schach halten könntest.
Also danken wir den Weisen von Washington, die uns eine solche friedenfördernde Politik bescheren! 
Es kommen "interessante" Zeiten auf uns zu. Meine Kinder tun mir leid.

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Samstag, 5. September 2015

Europas Krise - Wohin oder wie weiter?

Dies hier wird kein Versuch, die Lage schön zu reden oder Hoffnung zu stiften, wo keine mehr ist. 

Was ist los in Europa?
Ist das so schwer zu erkennen, so schwer, daß es keiner sieht?

Die Zeit der Politik der Sonntagsreden und die Politik des Geldverteilens, wenn es Probleme gibt, ist vorbei. Heute zeigt sich, daß die Zusammenarbeit innerhalb der EU nicht wirklich funktioniert, wenn es ernst wird. Purer Egoismus und billigster Nationalismus, gepaart mit dumpfer Ausländerfeindlichkeit, vulgo Rassismus ist das Dominante auf diesem Kontinent. Ein ungarischer Regierungschef, der blanken, zynischen Hass zu seinem Politikstil erkoren hat, treibt seine Kollegen Regierungschefs vor sich her, und sprengt das vermeintlich rosarote EU-Paradies. Die meisten anderen EU-"Partner" schauen interessiert zu, lassen keinerlei Willen erkennen, sich an der Lösung der Probleme zu beteiligen. 
Merkel steht alleine da in Europa. Wegen oder gerade trotz ihrer "Bemühungen" in der Finanz- und Eurokrise. Hat sie sich so unbeliebt gemacht in Europas Hauptstädten, daß sie mit einigen Wenigen die Probleme alleine am Hals hat? Allen voran ist aber doch die Rolle Londons zu betrachten und zu bewerten. Cameron, der Kapitän des unter falscher Flagge fahrenden US-U-Bootes in Europa, der seinen Landsleuten ein Referendum über den EU-Verbleib versprochen hat, ist, wie es im Vereinten Königreich Tradition hat, kein "Europäer" im politischen Sinne. London wolle von Beginng seiner Mitgliedschaft an immer nur Sonderregelungen und Vergünstigungen für sich alleine. Dies hat sich ein große Zahl von Ländern in Osteuropa zum Vorbild genommen und denkt auch nicht wirklich im Sinne Europas und Solidarität ist dort ein Fremdwort, dessen Bedeutung nur innerhalb der eigenen Landesgrenzen bekannt ist und daß man in größerem Zusammenhang nicht kennen will. 
Europa zerfällt also. Oder anders gesagt, die Vorstellung von einem Europa, daß auch in Krisen solidarisch ist, ist nur eine schöne Vorstellung in der Welt der rosaroten Sonntagsreden. Im Angesicht der Flüchtlingskrise blättert die billige Tünche ab und die Fassade fällt polternd zusammen. 
Wer weiterhin auf die schönen Reden hören möchte, soll das ruhig tun, aber sich nicht hinterher beklagen, daß er inmitten eines Scherbenhaufens aus seinem Traum erwacht. 
Amerika hingegen hat es besser, wie schon der olle Goethe schrieb. Schön weit weg von allem Ärger und umgeben von Ozeanen fühlt man sich dort noch sehr sicher. Damit das auch genauso bleibt, setzt man in Washington alle, buchstäblich alle Mittel ein. Kriege und Krisen werden inszeniert, auf Leben und Wohlstand anderer Länder und Völker nimmt man traditonell keine Rücksicht. Hauptsache der Dollar fließt in die richtigen Taschen. Hauptsache Europa und seine Träumer, man nennt sie auch Politiker, lassen sich auseinanderdividieren. Dabei machen diese Träumer es Washington auch noch so kinderleicht. Fühlen sich geehrt, wenn sie abgehört werden und freuen sich wie die Kinder, wenn sie Amerika "zuarbeiten" dürfen. Dabei merken sie nicht im geringsten, wie sie vorgeführt werden. Denn Amerika, also die USA zu kritisieren, ist ja schon lange eines der größten Tabus in der Nachkriegsgeschichte Deutschlands. Sofort heißt es dann "Antiamerikanismus" und alles muss schweigen. 
Wer daran etwas ändern will, muss nicht nur aufwachen, sondern die "böse" Realpolitik à la Bismarck wiederbeleben. Das heißt vor allem die Distanz und die Kluft zu Russland, die ein Ergebnis der US-Politik ist -siehe Ukraine-, muss überwunden werden. Das heißt nicht, daß Russland die Position der USA einnehmen soll oder darf, sondern die Interessen aller Seiten müssen unverzüglich und dauerhaft ausgeglichen werden. Die Einseitigkeit der US-Politik und ihre Krisenhaftigkeit darf kein Vorbild mehr sein. 
Das wird schwer werden.

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Donnerstag, 3. September 2015

Europäische Sonntagsreden sind eben nur solche!

In Europa, das sich so viel auf seine vermeintliche "Solidarität" einbildete, ist man mitten in der Flüchtlingskrise genau dort, wo man unter der dünnen Tünche eh schon immer war. Es herrscht der blanke Egoismus. Andere sollen -vor allem Deutschland und ein paar wenige andere Länder- die Flüchtlings-Probleme meistern, der Rest beschränkt sich auf interesseloses Zuschauen, Weggucken oder macht gar eine offen EU-Partner-feindliche Politik. 

Und in Berlin stellt sich eine Frau Hasselfeldt von der CSU hin -heute nachmittag auf tagesschau24- und halluziniert irgendwas von "Begrenzung" des Flüchtlingstroms! Himmelsakramomentemal! Merken diese erbarmlosen Stammtischpolitiker denn überhaupt gar nichts? Die Menschen aus aller Herren Länder kommen nach Deutschland und Europa, egal ob da eine CSÙ-Madame irgendwas von "Begrenzung" faselt. Der Dame ist dringenst zu raten mal nach Budapest oder besser gleich an die türkisch-syrische Grenze zu fahren. Um mal den Realitätstest zu machen, bei dem sie dann hoffentlich kuriert wird.
Und warum kommen die Menschen hierher bzw. flüchten aus ihren Ländern? Weil die Verhältnisse dort so gewalttätig, elend, gefährlich und hoffnungslos sind, daß man wohl nur seine Sachen packen kann. 
Aber die deutschen Spießer und ihre dazu passenden Politikerfiguren haben ja nur Angst bzw. leben von eben dieser, daß sie von ihrem zusammengeklaubten Wohlstand ein kleines Fitzelchen abgeben müssen. Wir armselig sind denn diese Menschen eigentlich, daß sie sowenig Humanität ihr eigen nennen können? Aber "christlich" -also die Gesalbten- nennen sie sich trotzdem. Oder gerade deswegen, weil sie so sind, wie sie sind? Macht die Religion sie so? 

***

Was aber kann hinter der Krise stecken, die uns hier in Europa auf die Füße fällt? Woher kommt der Bürgerkrieg in Syrien? Es fing doch alles damit an, daß die Menschen in Syrien die Nase voll hatten vom Diktator Assad und deswegen auf die Straße gingen, um zu demonstrieren. Daraus entwickelten sich schnell Kämpfe zwischen dem Regime Assads und mehreren Widerstandsgruppen. Der Westen sah zunächst lange Zeit nur zu und weigerte sich den Oppositionellen zu helfen. Stattdessen erhielten die Widerstandskämpfer Waffen und Geld aus den Golf-Scheichtümern und aus Saudi-Arabien und Waffen wurden -wohl bis heute noch- über das Nato-Mitglied Türkei nach Syrien geschmuggelt, alles mit der bestimmten Kenntniss und auch Billigung des Westens und vor allem der USA. Wobei die USA ja noch eine besondere Rolle spielen, in dem sie ja schon vor Jahren großangelegte, aber erfolglose Kriege in Afghanistan und Irak anzettelten, die nicht nur Tod und Zerstörung in die gesamte Region brachten, sondern ein großes Chaos hinterließen. Das war alles das Werk von sogenannten Strategen des "neuen amerikanischen Jahrhunderts", die meinten, sie wüßten, wie die Welt funktioniert und wie sie die Welt mit ihren Methoden beherrschen könnnen. Dabei wurde -bewußt?- ein Tohuwabohu größten Ausmaßes angerichtet, daß man sich unwillkürlich fragen muss, ob nicht genau das der Plan war. Nicht nur "teile und herrsche", sondern Chaos und Zerstörung um umso leichter im Hintergrund dieser Kriege und ihrer Zerstörung und hinter der Kulisse der Flüchtlingsströme die eigenen Interessen durchsetzen zu können. So handelt aber wohl nur ein schwankender Riese, der im Fallen alles um ihn herum kaputtschlägt. 
Nebenbei hat diese Strategie den "Vorteil", daß im Vorbeigehen Europa geschwächt wird, denn dieses Europa kommt ja bekanntlich aus dem Stadium der Sonntagsreden nicht heraus. Wenn es ernst wird, denkt jeder nur an sich. und läßt die "Partner" im Regen stehen.
Wenn nicht bald ein großer Teil der Menschen und ihre politischen "Vertreter" aufwachen, wird es sehr ungemütlich im beschaulichen Europa und das Geschreie anschließend noch größer.

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Mittwoch, 2. September 2015

Das ist Amerika! 
               Erst mal schießen, fragen braucht man dann ja nicht mehr!

Vor allem das klassische "Hände-hoch" sollte doch wenigstens auch dem allerletzten schießwütigen Cop in "Gods-own-Country" klar machen, daß er die Knarre wieder wegstecken kann. 

Nicht so in Texas!

Da wird die Polizei wegen angeblicher häuslicher Gewalt gerufen, und das spätere Schussopfer liefert sich mit den Polizisten ein kleines Katz-und-Maus-Spiel vor dem Wohnhaus. Dabei wird Gilbert Flores, so heißt das neueste Opfer von Polizeigewalt in den USA, gestellt, worauf dieser die Hände hochhebt. Trotz dieses eindeutigen Zeichen einer "Aufgabe" geben die Polizisten ihre tötlichen Schüsse ab und Flores wird getroffen.
Die Polizisten sollen versucht haben, den wegen häuslicher Gewalt verdächtigen Flores mit "nicht-tödlichen" Maßnahmen zu stoppen, wogegen sich Flores massiv gewehrt haben soll.
Aber rechtfertigt das den Einsatz von Schusswaffen? In Amerika wohl immer, ist ja auch in der "großen" Politik dieses Landes so, daß man gerne mal Gewalt einsetzt, wieso soll das aber dann bei den kleinen texanischen Polizisten anders sein?
Nein, darauf zu setzen, daß sich das mal in Amerika ändert, ist bestimmt illusorisch.

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Montag, 31. August 2015

Hallo China! Diktatur ist schwer, was?
        Oder: Der Grund für die "dicke Luft" in Peking ist gefunden!

Da habt ihr endlich auch mal so einen richtigen, hausgemachten Börsen-Crash, bei dem es so richtig rumst. Und was macht ihr? Ihr wißt nicht so recht, wem ihr die Schuld dafür in die Schuhe schieben sollt, nicht wahr?

Vor ein paar Tagen noch da waren es noch die bösen Amerikaner, die mit ihrer Fed genannten, privat organisierten Notenbank den Börsencrash bei euch ausgelöst haben sollen. Damals soll also die schlimme US-Notenbank mit ihrer seit langem angekündigten Zinserhöhung, die aber bis heute noch nicht umgesetzt worden ist, die Kursstürze bei euch ausgelöst haben. Mal abgesehen davon, daß das schon damals an den Haaren herbeigezogener Unfug war, bringt ihr euer diktatorisches Meinungsmanipulationssystem jetzt aber so richtig in Verruf! Ihr Pekinger präsentiert doch tatsächlich einen einzelnen, kleinen "Journalisten", der auch noch "gesteht", daß er durch die Verbreitung von Falschmeldungen die Kursverluste ausglöst habe.
Nach Angaben der dortigen Staatsmedien hat der Journalist gestanden mit seinen Berichten über den Aktienhandel die jüngsten, großen Kursverluste an den chinesischen Börsen ausglöst zu haben. Wang Xiaolu, so soll sein Name lauten,  von der Zeitschrift "Caijing", habe eingräumt, dass er mit von ihm verbreiteten "falschen Informationen" zu der quasi "Panik" an den chinesischen Aktienmärkten beigetragen habe und so das Vertrauen der Anleger "ernsthaft untergraben" hätte, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Sonntag. Damit habe er dem Staat und den Investoren große Verluste verursacht. Der Journalist Wang war nach dem jüngsten Börsencrash wegen Verbreitens falscher Informationen festgenommen worden.
Neben diesem Journalisten wurden laut Xinhua auch ein Beamter der Wertpapieraufsichtsbehörde sowie weitere 4 Männer festgenommen. Außerdem hätten 197 andere Verdächtige Strafen wegen des Verbreitens von Gerüchten über die Börsen sowie über die verheerende Explosionskatastrophe in Tianjin aufgebrummt bekommen. Zur Art der Strafen machte die Nachrichtenagentur keine Angaben.

Damit ist mal wieder schön gezeigt worden, daß das Leben und die Arbeit vor allem in den Medien einer Ein-Parteien-Diktatur extrem schwierig und anstrengend sein muss. Bis man am Ende alle Falschmeldungen wieder "eingesammelt" hat und die Propagandafront wieder begradigt hat, ist bestimmt ein sehr mühsamer Job. Die kommen bestimmt oft ins Schwitzen, die Propaganda-Experten in ihren Büros...kein Wunder also, daß in Peking immer so dicke Luft ist.

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Mittwoch, 26. August 2015

Der Skandal geht ungebremst weiter!

Wie nun gemeldet wird, haben bundesdeutsche Geheimdienste den US-Diensten bereitwillig Daten, die sie durch Geheimdienstoperationen erlangt haben, überlassen. Als Gegenleistung sollen die US-Spione den deutschen Kollegen die Internet-Abhörsoftware XKeyscore überlassen haben.

Seinen Ausgangspunkt des Spionage-Tauschgeschäfts soll eine Vorführung des Amerikaner in der Abhörstation Bad Aibling am sechsten Oktober 2011 gewesen sein. Dort haben, so heißt es, Mitarbeiter der NSA ihren Kollegen vom Bundesamt für Verfassungsschutz die Einsatzmöglichkeiten und Ergebnisse der genannten Software vorgeführt. Die Deutschen sollen dabei so sehr beeindruckt gewesen sein, daß der Präsident des Verfassungsschutzes die Amerikaner förmlich um die Überlassung der Software gebeten habe.
Die Spionagesoftware hatte nämlich gezeigt, daß diese in der Lage sei, mit großer Treffsicherheit benutzte Programme, Internetanwendungen und Protokolle zu erkennen. Gezeigt habe sich auch, daß XKeyscore fähig sei, z.B. E-Mail-Dienst wie Hotmail, Suchmaschinen wie Yahoo oder auch Socialmedia wie Facebook zu erkennen. Sogar Benutzernamen und Passwörter wurden erkennbar.
Im Gegenzug für die Überlassung der Software verpflichtete sich der bundesdeutsche Verfassungsschutz zur größtmöglichen Überlassung von Daten, die für die Arbeit der NSA wichtig sind. Eigentlich darf der Verfassungschutz nur nach Genehmigung durch einen Parlamentsausschuss nur Einzelpersonen "belauschen": Telefonate, E-Mails und Faxe zum Beispiel. Bei diesen Abhöraktionen fallen auch sogenannte Metadaten an, die "selbstverständlich" auch gespeichert werden. Mit diesen Metadaten kann man Bewegungsprofile von Personen, die Internetnutzung und auch das Agieren in sozialen Netzwerken rekonstruieren. Renommierte Verfassungsrichter halten es nicht für erlaubt, daß diese Daten, vergleichbar mit Adresse und Absender beim "old-school"-Briefverkehr, mit erfasst und gespeichert werden. Die Schlapphüte sehen das außer ihrer Sicht natürlich anders. 
Die Amerikaner sollen bei diesem Deal übrigens darauf bestanden haben, daß die Deutschen "working results" liefern und übten deshalb massiven Druck auf die deutsche Seite aus. 
Man stelle sich also vor, daß es sich hier um weiteres Mosaiksteinchen handelt, das belegt, daß die ganze Aufregung rund um die NSA nur gespielt und geheuchelt ist, denn die deutschen Dienste sitzten wie selbsverständlich mit im Boot bei den weltumspannenden Lauschaktionen. 

Mal sehen, was uns als nächste Spitze des Eisbergs präsentiert wird.

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Sonntag, 16. August 2015

US-Telefonkonzern hilft NSA beim Abhören

Das hätte man sich ja gleich denken können: Wie die "New York Times" berichtet, belegen Dokumente aus den Jahren von 2003 bis 2013, daß der AT&T - Telefongigant dem US-Geheimdienst beim großflächigen Abhören geholfen hat.

Zu den Abhörzielen gehörten demnach auch die Vereinten Nationen, ein Groß- Kunde von AT&T. Dieser Telefonkonzern baute an mindestens 17 Internetknoten Abhörtechnick ein, mit deren Hilfe die NSA den kompletten Internet-Verkehr abgehört hat. AT&T hat nach den der NY-Times vorliegenden Dokumenten dabei in weit größerem Umfang mit der NSA kooperiert, als z.B. ein anderer großer US-Internetanbieter namens Verizon. Und: Die Ingenieure von AT&T haben oft als erste die neuesten Technologien aus den NSA-Laboren eingesetzt.
Übrigens: Versuche von AT&T-Kunden sich gegen diese Abhörmaßnahmen vor Gericht zur Wehr zu setzen, scheiterten vor Gericht, weil der zuständige Bundesrichter die Argumentation der Obama-Regierung zu eigen machte, die be- hauptete, daß die Offenlegung der Abhörmaßnahmen die nationale Sicherheit gefährden würden.

Aber zu Hause in Deutschland ist es nicht besser. Die Deutsche Telekom beschaffte dem BND und damit der NSA seit 2004 aktiv Daten aus eigenen und fremden Netzen für den Bundesnachrichtendienst (BND). Das soll ein zwischen BND und Telekom geschlossener "Geschäftsbesorgungsvertrag 'Transit'" belegen, den der österreichische Parlamentsabgeordnete Peter Pilz (Die Grünen) publik gemacht hat. Die in Wien herausgegebene Neue Kronen Zeitung hat ein Faksimile online gestellt. Der zugrundeliegende Vertrag verpflichtete die damalige Konzernabteilung T-Com, dem BND allen elektronischen Verkehr zuzuleiten, der in Deutschland weder Ursprung noch Ziel hat: den sogenannten Transitverkehr. Betroffen waren sowohl leitungs- als auch paketvermittelter Verkehr. Neben Daten im engeren Sinn geht es also etwa auch um Faxe und Telefonate.
Zum einen sollte die Telekom Informationen aus "allgemein zugänglichen und internen Quellen" beschaffen. Damit dürfte Aufklärung gemeint sein, wie diverse Quellen am besten anzuzapfen sind. Und zum anderen sollte das Unternehmen dort zugreifen, was im Vertrag verklausulierend als "planungsmäßige Umsetzung von auftragsrelevanten Intentionen in technisch realisierbare Anwendungen" bezeichnet wird. Betroffen dürften also nicht nur Kunden des DT-Konzerns sein.
Darüberhinaus verpflichtete sich die Telekom, die deutschen Spione zu beraten und fortzubilden. Dazu kam noch ein Schweigegelübde für "mindestens zehn Jahre" über das Vertragsende hinaus. Die Zusammenarbeit begann offenbar schon, bevor der Vertrag aufgesetzt war; er gilt ausdrücklich rückwirkend zum 1. Februar 2004.
Als Freundschaftspreis wurde nur ein  Entgelt von lediglich 6.500 Euro monatlich vereinbart. Dieser Betrag konnte jährlich angepasst werden. Zusätzlich sollten aus deutschen Steuerkassen notwendige Baumaßnahmen sowie die Anschaffung von Fernmeldegeräten abgegolten werden. Das könnte erheblich höhere Kosten verursacht haben.

Die Welt der Spione und Geheimdienste gehört nicht nur vollständig aufgeklärt, sondern ebenso vollständig abgeschafft.


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Donnerstag, 13. August 2015

Jetzt widersprechen sie sich transatlantisch!

Kanzleramtsminister Peter Altmaier (CDU) hat der gestrigen Meldung widersprochen, die US-Regierung hätte keine Einwände gegen die Veröffentlichung des NSA-Selektorenliste gehabt.

Altmaier bestritt im Gespräch mit dem SPIEGEL, die US-Regierung habe der Bundesregierung freie Hand für die Herausgabe einer Spähliste des amerikanischen Geheimdienstes NSA gegeben. "Hätte es tatsächlich eine Zustimmung zur Weitergabe aus den USA gegeben, hätten wir uns manche schwierige Debatte ersparen können".
Die Hamburger Wochenzeitung «Die Zeit» hatte unter Berufung auf ungenannte Mitarbeiter der US-Regierung berichtet, die Regierung Obama habe der Bundesregierung nicht untersagt, Parlamentariern die Listen zur Einsicht vorzulegen, sondern diese Entscheidung Berlin überlassen. Das Weiße Haus wollte sich auf dpa-Anfrage nicht äußern.

Vielleicht kann man von solch hochbezahlten "Politikern" auch mal erwarten, daß sie sich auf eine gemeinsame Lügenversion einigen. Irgendwer hat -oder sogar beide Seiten- hier wohl den Überblick im Dickicht der sich widersprechenden Aussagen verloren. Wenn wir schon ständig ohne Schuldgefühle auf Seiten der Akteure belogen werden, dann sollte die Geschichte, die uns aufgetischt wird, wenigstens auf den ersten Blick überzeugend sein. Wenigstens. Aber selbst das kriegen die Akteure ja noch nicht einmal hin. Selbst das nicht. Müssen ja reihenweise Diletanten am Werke sein im Auftrage der Frau Merkel.
Haben wir tatsächlich nichts Besseres verdient? Ist das so oder scheint es nur so zu sein?

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Mittwoch, 12. August 2015

Was soll man denen noch glauben?

Oft und vehement hat die Regierung Merkel behauptet, daß die US-Regierung es nicht erlauben würde, die sogenannte "Selektoren-liste", ein zentrales Beweisstück in der NSA-Affaire, zu veröffentlichen.

Die Bundes-Regierung weigert sich seit vielen Monaten, dem Bundestagsuntersuchungsausschuss zur NSA-Affaire die Liste jener Selektoren vorzulegen, die tiefergehende  Einblicke geben kann in die systematische Spionage von BND und NSA in Europa. Bisher hat die Bundesregierung immer erklärt, man könne der Forderung des Ausschusses nicht nachkommen, weil dafür die Zustimmung der US-Regierung notwendig sei. Doch mittlerweile widersprechen  Mitarbeiter von US-Präsident Barack Obama  dieser Aussage nun in der ZEIT. 
Die Regierung Obama habe  Bedenken, doch der Bundesregierung habe man nicht untersagt, den Geheimdienstausschüssen des Bundestags die Liste zur Einsicht vorzulegen. Die letzte Entscheidung in dieser Sache sei der Bundesregierung überlassen worden. Außerdem  bezeichnen diese Quellen es als eine "absolute Mär", dass die US-Regierung mit einer Einschränkung der Geheimdienstkooperation gedroht haben solle, sollte die Liste öffentlich werden. Wie die "Zeit" weiter berichtet, äußerte das Weiße Haus zwar Bedenken, habe jedoch die letzte Entscheidung über eine Freigabe der Liste der Bundesregierung überlassen: "Könnten wir davon ausgehen, dass alles, was geheim bleiben soll, auch geheim bleibt, dann hätten wir weniger Bedenken. Die Erfahrung lehrt allerdings, dass bei euch am nächsten Tag alles in der Zeitung steht", so vertrauliche Auskünfte von Mitarbeitern der Obama-Regierung laut "Zeit".
EX-Geheimdienst-Chef Hayden hält deutsche Politiker für legitimes Spionage-Ziel
Michael Hayden, von 1999 bis 2005 Direktor des amerikanischen Nachrichtendienstes NSA und von 2006 bis 2009 Chef der CIA, hält deutsche Politiker bis heute für ein legitimes Ziel amerikanischer Ausspähung. "Auch wenn Deutschland ein noch so guter und wichtiger Freund ist, sind unsere Interessen nicht immer deckungsgleich. Es gibt Zeiten, da weicht die deutsche Politik von dem ab, was die Amerikaner bevorzugen würden. Kenntnisse darüber sind für Amerikas Regierung nützlich," sagte Hayden der "Zeit". Spionage, so Hayden, sei international akzeptierte Normalität. Dabei zwischen Freund und Feind zu unterscheiden mache nicht viel Sinn. "Die NSA ist keine Strafverfolgungsbehörde", so Hayden. "Wir spionieren nicht die Bösen aus, wir spionieren die Interessanten aus."

So ist wiederum bewiesen, daß diese Regierung gelogen hat, wie sie es schon öfters tat, und dass wir weiterhin ausspioniert werden, da wir ein "legitimes Ziel" sind.
 

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Donnerstag, 30. Juli 2015

Damit konnte nun wirklich keiner rechnen:
           Donald Trump will Sarah Palin in sein Team!


Der Mehr-oder-weniger-Milliardär Donald Trump will die ehemalige Gouverneurin von Alaska Sarah Palin bei einem Wahlsieg in seine Regierungsmannschaft holen. Da haben sich aber zwei gefunden! Da weiß man nicht, ob man lachen oder weinen soll.

Donald Trump, stets von sich überzeugt, dass nur er die notwendigen Qualifikationen habe, um die Vereinigten Staaten zu führen, präsentiert sich gerne als Außenseiter. Jetzt scheint er die Unterstützung eines anderen Außenseiters der Republikaner zu suchen: Sarah Palin. Die frühere Regierungschefin von Alaska, die einst eine große Anhängerschaft in den ganzen USA um sich scharen konnte -mit oftmals seltsamen, kruden und auch sachlich falschen Aussagen war sie im Wahlkampf 2008 von John McCain als Vizepräsidentschaftskandidatin aufgefallen und hatte viel Hohn und Spott auf sich gezogen- sei laut Trump jemand, der weiß, was passiert. "Sie ist eine ungewöhnliche Person. Ich denke die Leute wissen das, und sie hat eine Anhängerschaft, die unglaublich ist“, fuhr Trump fort. Palin habe eine Stärke, welche die anderen Kandidaten nicht hätten. Die anderen Bewerber seien „schwach“ und „ineffektiv“. Menschen mit Palins Stärke gebe es nicht mehr oft, so Trump in einem Radio-Interview. Das frappierende an dieser Mitteilung Trumps ist, daß Palin zum Wahlkampfteam von John McCain gehörte, dem Trump erst vor wenigen Tagen den Titel eines "Kriegshelden" abstritt -McCain saß jahrelang in nordvietnamesischer Kriegsgefangenschaft- und daß nun genau diese hochqualifizierte Frau Palin jetzt von Donald Trump in sein Team geholt werden soll. 

Geht es eigentlich noch absurder und grotesker?

Aber die Motivation Trumps ist wohl klar: Er schielt auf die Anhängerschaft Palins und der Tea-Party-Bewegung, Leute, die es eben immer noch gibt, und die er wohl um sich zu scharen gedenkt. Eine Strategie kann man da schon erkennen. Das kann ja ein "heiterer" Wahlkampf werden. Da könnten die anderen Kandidaten der Republikaner bald ganz schön "alt" aussehen... 

Und der Rest der Welt? Kann sich auf was gefasst machen. Ich rate: Warm anziehen!

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Donnerstag, 2. Juli 2015

NEUES von der NSA - "Front"

Wie aus den derzeit neuesten Enthüllungen der Plattform Wikileaks hervorgeht, hat die NSA mindestens seit dem Jahre 1999 die Bundesregierung systematisch ausgespäht - erst in Bonn, danach in Berlin. 

Die in den Selektorenlisten laut "Süddeutsche Zeitung" aufgeführten Telefon - Nummern zeigen nur einen Ausschnitt derjenigen Telefonanschlüsse, die die National Security Agency als sogenannte "Selektoren" in ihren Computern führte und möglicherweise sogar bis heute führt. Gespräche, die über diese Nummern laufen, werden automatisch aufgezeichnet. Anhand dieser Nummern in dieser Selektorenliste wird deutlich, dass die Ausspähung durch die NSA Bundesminister, Referenten und sogar Faxgeräte von Ministerien umfasste.
Von den persönlichen Durchwahlnummern der Minister über die Nummern parlamentarischer Staatssekretäre bis hin zu zentralen Faxnummern von Ministerien hat die NSA alles überwacht. An einigen Abhöraktionen war auch ein britischer Geheimdienst beteiligt.
Laut den von Wikileaks veröffentlichten Dokumenten reicht die US-Spionage mindestens bis in die neunziger Jahre zurück. In der Regel ist die Überwachung an Funktionen und nicht an Personen gebunden. Es  finden sich aber auch Einträge, die klar Personen zugeordnet werden können: "FINANCE MIN LAFONT" etwa für den früheren Finanzminister Oskar Lafontaine (von Herbst 1998 bis Frühjahr 1999 im Amt).
Aus den Dokumenten geht außerdem hervor, dass die NSA Angela Merkel ausgespäht hat - ein Widerspruch zur Ankündigung der Amerikaner, die Kommunikation der Kanzlerin sei tabu. Besonders unangenehm ist das für die Ermittler der Bundesanwaltschaft. Diese war zweimal dem Verdacht nachgegangen, dass die amerikanischen Nachrichtendienste das Mobiltelefon Merkels abgehört haben könnten. Die Strafverfolger hatten angeblich keine Anhaltspunkte dafür gefunden und befunden, es bestünden "keine weiteren Ermittlungsansätze". Nicht nur unangenehm, sondern peinlich.
Außer dem Bundeskanzleramt sind ebenfalls die Wirtschafts-, Finanz- und Agrarministerien stark betroffen. Die NSA-Spione interessierten sich demnach vor allem für die deutsche Währungs- und Handelspolitik. Gerhard Schindler, Präsident des Bundesnachrichtendienstes, sagte zwar einmal, dass es für US-Geheimdienste ein Verbot der Wirtschaftsspionage gebe. Tatsächlich aber, das beweisen die Wikileaks-Enthüllungen, kommt den US-Geheimdiensten eine bedeutende Rolle zu: Sie verschaffen der Weltmacht Vorteile im Handel.

Hier zeigt sich nicht nur eine weitere Spitze des offenbar unvorstellbar großen Eisbergs NSA-Skandal, sondern hier liegt ein weiterer, eklatanter Hinweis vor für die alles überstrahlende Führungsschwäche der Frau Merkel. Nach außen verteilt sie eine Beruhigungspille nach der anderen, und in Wahrheit läßt sie alle Dinge nur laufen, Hauptsache, sie kann den Eindruck erwecken, sie hätte mit alledem nichts zu tun. Es reicht eben nicht aus, im Strom mitzuschwimmen, denn wenn man das tut, kann man seine Richtung nicht selber bestimmen. Gäbe es im Kanzleramt Führungsqualitäten, dann wären im Verhältnis zur USA bereits ganz andere Saiten aufgezogen worden. 

Und zwar berechtigterweise!

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