Samstag, 23. Juli 2016

Chaos in Bayern

Bayern vorne?

Nach dem grausamen Geschehen in München stimmen alle im Lande ein Loblied auf die Polizei in München an.
Dem kann ich mich nicht anschließen!

Die Polizei hat wie ein aufgeregter Hühnerhaufen agiert, über dem der Habicht kreist.

Die Polizei hatte über Stunden keinen Plan, was überhaupt los war und wo was passierte.

Die Polizei sprach sehr schnell von mehreren Tätern mit "Langwaffen". 

Aus "mehreren" wurde dann bekanntlich ein Täter.

Aus "Langwaffen" wurde dann heimlich, still und leise eine (!) Pistole.

Spätestens als das Video mit dem herumbrüllenden Täter im Fernsehen -und die Polizei kannte das bestimmt bereits vorher- auftauchte, war klar, dass es sich um einen einzigen Täter handeln musste. Terroristen diskutieren nicht brüllenderweise mit der Nachbarschaft.

Und die Bundesregierung wollte gleich die Bundeswehr einsetzen. Wegen einem Psychopathen mit einer Pistole! Die Bundeswehr, wohl noch mit Panzern und Haubitzen?

So traurig das alles ist, was passiert ist, die Polizei hat sich in meinen Augen gründlich blamiert.

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Montag, 7. September 2015

Militärs und Politik bleiben unbelehrbar!

Da brach das deutsche Verteidigungsministerium, genauer der damalige Minister Thomas de Maiziere, wahrscheinlich insgesamt sehr widerwillig, die Entwicklung der Drohne "Eurohawk" ab, um nun vor zwei Tagen bekanntzugeben, daß man das Fluggerät wieder reaktivieren will, und zu den bereits verpulverten 600 Millionen Euro nochmals einen großen Batzen Geld, nämlich weitere 200 Millionen Euro zum Fenster rausschmeissen will.

Laut "tagesschau.de" soll der Pannenvogel, der keine Flugzulassung bekommen konnte, mit einer "Sondergenehmigung" wieder in die Lüfte steigen. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen, auch Panzer-Uschi genannt, will die Entscheidung ihres Vorgängers de Maiziere, den Vogel einzumotten, rückgängig machen. Die Begründung für diese eh schon schwer nachzuvollziehende Entscheidung soll so lauten: Um die moderne Aufklärungstechnik dieser Drohne in einem Nachfolgemodell nutzen zu können, müsse man diese Technik weiteren Testreihen unterziehen. Und das gehe nur mit dem vorhandenen Fluggerät namens "Eurohawk". Diese Aufklärungstechnik mit dem schönen Namen "ISIS" wird von den deutschen Miltitärs dringend herbeigewünscht, da man ja derzeit immer noch auf die Technik und die Daten der "verbündeten" Länder angewiesen sei. Die Bundeswehr brauche daher endlich eine unabhängige Aufklärungsplattform, um die militärische Lage selbst aufzuklären, oder vielleicht auch die Lage im Inland?
Daher, so das Ministerium, müsse man diese Technik weiter testen. Kritiker wiesen aber in diesem Zusammenhang darauf hin, daß die Technik auf den aus Kunststoff gefertigten Flieger "Eurohawk" abgestimmt sei, insgesamt auch nicht feststehe, ob die Technik die Anforderungen erfülle, und daher noch lange nicht gesagt sei, ob die ISIS-Technik in der jetzigen Form überhaupt noch in Zukunft Verwendung finden könne. 
Hier zeigt sich doch mal wieder schön, wie sich der "militärisch-industrielle Komplex", also das Zusammenspiel von Behörden, Ministerien und Industrie über alle Bedenken und Entscheidungen von Ministern und Regierungen hinwegsetzt. Der Rubel, auch wenn er zur Zeit Euro heißt, muss rollen, koste es, was es wolle. Den Protagonisten ist das ja sowieso ziemlich wurscht, denn sie geben ja nur das Geld anderer Leute aus, also unser Steuergeld...

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Sonntag, 31. Mai 2015

Tollhaus Bundeswehr

Dass bei der Bundeswehr Gewehre eher um die Ecke schießen, als geradeaus, dass Hubschrauber rosten und sehr viele Kampfflugzeuge aus Sicherheitsgründen am Boden bleiben müssen ist ja schon länger bekannt. Was aber jetzt bekannt wurde, fügte dem ganzen Elend noch ein paar Kronen auf.

Mit dem Titel "Materielle Einsatzbereitschaft der Teilstreitkräfte" legten die Inspekteure von Heer, Luftwaffe und Marine dem Verteidigungsausschuss des Bundestags einen zehnseitigen Bericht vor, der nicht nur die massiven Lücken vor allem bei den Hubschraubern der Marine darstellt. Auch bei der Luftwaffe sind die wenigen verfügbaren Flugzeuge durch die aktuellen Einsätze demnach kurz vor der Überlastung. Weitere Aufgaben kann die fliegende Truppe nicht mehr bewältigen, von "kreativer Mangelverwaltung" war die Rede.
Dramatisch ist die Lage bei den Hubschraubern der Bundeswehr: So verfügt nicht nur die Marine über wenige einsatzfähige Helikopter, auch die beim Heer eingesetzten Modelle vom Typ NH90 und "Tiger" müssen größtenteils wegen technischer Defekte am Boden bleiben. 
Für die Luftwaffe ergeben die Zahlen ein anderes Bild: Von 109 "Eurofighter"-Jets sind nur 42 einsatzbereit, bei den "Tornados" sind es 38 von 89. Die altersschwache Flotte der "Transall"-Transportflieger weist von 56 Maschinen nur noch 24 flugtaugliche Modelle auf, bei den Hubschraubern vom Typ CH-53 sind es von 83 im "Buchbestand" nur ganze 16, von den 13 "Patriot"-Raketenabwehrsystemen sind nur etwas mehr als die Hälfte derzeit funktionstüchtig.
Auch der Inspekteur des Heeres musste jetzt eingestehen, dass beim Panzermodell GTK "Boxer" von 180 Modellen nur 70 einsatzfähig sind.
Auch bei der Marine sieht es desolat aus: Drei der fünf Aufklärungsflugzeuge vom Typ P3-C Orion müssen laut dem Bericht wegen Mängeln am Boden bleiben. Auch eine der acht Fregatten sei nicht einsatzbereit, überdies könnten nur sechs der elf Minenabwehreinheiten der Marine genutzt werden. 
Für den Wehrbeauftragten des Bundestages Königshaus ist der Zustand vieler Kasernenunterkünfte exemplarisch: "Überbelegung von Stuben, Rost- und Schimmelbefall, Kloakengeruch und im Winter defekte Heizkörper". In manchen Stuben sei immer noch das "Olympia-Mobiliar von 1972" anzutreffen. Aber nicht nur die Kasernen seien vielerorts marode, sondern auch das Material, sagte Königshaus. Am Luftwaffenstützpunkt Norddeich müssten die Bundewehr-Techniker 122 Stunden arbeiten, um eine Stunde Flug vorzubereiten. Vor drei Jahren seien es nur 50 Vorbereitungsstunden gewesen.
 
Das Verteidigungsministerium war ja schon immer ein gefährlicher Ort für Minister, aber die Details dieser folgenden Geschichte schlagen dem Fass den Boden ins Gesicht:
In einer Autowerkstatt in der Nähe von Hamburg stehen im November 2014 drei Hermes-Transporter, einer von ihnen hat auf der A 23 einen Unfall gebaut. Die Ladung wird umgewuchtet, ein Paket reißt auf, und heraus fallen Pistolen und Sturmgewehre. Die Werkstatt alarmiert die Polizei.
Die Fahnder observieren die Wagen. Ein Hermes-Transporter fährt nach Süden, einer nach Norden, Hubschrauber heben ab, verfolgen und stoppen sie. Doch die vermeintlichen Schmuggler entpuppen sich als unbescholtene Angestellte mit Fahrtenbuch und Lieferpapieren. Sturmgewehre fahren sie bereits seit 2003 durch Deutschland – im Auftrag der Bundeswehr. Ein Sprecher der Truppe räumt kurz darauf ein, dass zivile Paketdienste auch Luftabwehrraketen vom Typ Stinger ausliefern, mit denen man Flugzeuge vom Himmel holt. Das war bis dato nicht bekannt. Und auch nur beiläufig erfährt man in diesen Tagen aus dem Verteidigungsministerium, dass die deutsche Marine vergangene Woche beinahe ein Fischerboot versenkt hätte. Soldaten im Manöver hielten es für ein Übungsziel.

Hallo, Frau von der Leyen, äh oder hieße es besser von der Leiden? Wie lange halten Sie noch durch? Oder wollen Sie immer noch die Nachfolgerin der in Geheimdienstlügen verstrickten Kanzlerin werden? Ich wünsche viel Glück.
 

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